Stellungnahme des Bürgermeisters, der Beigeordneten und der Fraktionsspitzen des Stadtrates der Stadt Wittlich


Laut Medienberichten soll der Salafistenprediger Abu Alias im Mai und Juni dieses Jahres mehrmals in den Gebetsräumen des Islamischen Kulturvereins Wittlich aufgetreten sein. Die Predigten dieses Mannes gelten als radikal und gefährlich, es geht ihm dabei nicht um eine friedliche Religionsausübung. Seine Aussagen und Aufrufe zur Gewalt widersprechen den grundlegenden Werten unserer Gesellschaft und fördern Intoleranz und Spaltung.

Wittlicherinnen und Wittlicher leben in unserer Stadt andere Werte. Das Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Religionen und Kulturen prägt das Gesicht unserer Stadt. Es macht unsere Stadt lebendig. Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus lehnen wir entschieden ab. Extremen Haltungen und Handlungen werden wir entschlossen entgegentreten und sie bei uns nicht dulden.

Dieses hat der Stadtrat mit zwei Resolutionen im September 2020 und November 2023 deutlich gemacht. Diese sind die Leitlinien des Handelns von Stadtrat und Verwaltung.

Hingegen verwehren wir uns als gewählte Mandatsträger dieser Stadt entschieden gegen jegliche Form von Extremismus, Hass und Hetze in der Öffentlichkeit und in den sozialen Medien.  Wir bedauern die Haltung des „Islamischen Kulturverein Wittlich e.V.“, der die Auftritte des vom Verfassungsschutz NRW als extremistisch eingestuften Hasspredigers erst ermöglicht hat.

Es ist unerlässlich, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen und jegliche Form von Hassrede und Extremismus verurteilen. Der Prediger Abu Alias hat durch seinen Predigten wiederholt versucht Zwietracht zu säen und Menschen zu radikalisieren. Solche Handlungen sind inakzeptabel und gefährlich.

Wir appellieren an alle, sich gegen Hassprediger jedweder Art zu stellen und sich aktiv für die Förderung von Frieden, Toleranz, gegenseitigem Respekt und ein friedliches Miteinander einzusetzen.